frisch gespielt - Magazin für Brett- und Gesellschaftsspiele

Leuchtende Augen

… Es gibt sie also doch noch, die großen Überraschungen am Spieltisch, hübsch verpackt und freundlich präsentiert. So haben wir nicht schlecht gestaunt – manch einer würde schelmisch hinzufügen, dass unsere Äuglein wie ein Weihnachtsstern gestrahlt haben – als sich zwei Mega-Trends zum Preis von einem vor uns auftaten: Ravensburger hat es tatsächlich zuwege gebracht, einen Kriminalfall mit einem Puzzle (in 3D!) in einem Weltraum-Setting zu kombinieren. Wie gut das funktioniert, erfahren Sie in dieser Ausgabe.

Apropos leuchtende Augen. Die Spielefeste sind wieder im Kalender zurückgekehrt. Wir haben uns drei der ganz großen angesehen und miteinander verglichen. Auf den springenden Punkt gebracht, ist für uns das Kärntner Spielefest gemütlich familiär gewesen, das Wiener hübsch in Szene gesetzt und das Münchner in eine zünftige Spielwiese verwandelt haben, ohne dass dort auf die Branchenkenner vergessen wurde. Spaß hat das Spielen da wie dort gemacht. Mehr erfahren Sie auf den folgenden Seiten.  

Hört man sich so in der Branche um, dann gab es in der ersten Jahreshälfte eine Umsatzstagnation, was nicht weiter verwundert, nach den Umsatzrekorden in den beiden Pandemiejahren. Vergessen wir nicht, dass die Konsumenten endlich „Licht am Ende des Pandemie-Tunnels“ sehen und dementsprechend die „wieder erlangte“ Freiheit auskosten wollen. Zu Hause sind sie lange genug gesessen. Dementsprechend hat sich im Frühjahr und Sommer das Ausgabeverhalten verändert. Mit dem Comeback der Spielefeste auf der einen Seite und den gewonnenen Gesellschaftsspielern, Buben wie Mädchen, auf der anderen Seite, die dieses Jahr eine bemerkenswerte Auswahl an tollen Neuerscheinungen vorgefunden haben, ist ein Umsatz-Plus in der zweiten Jahreshälfte durchaus vorstellbar. Vergessen wir bei alledem auch nicht die gegenwärtige geo­politische Unsicherheit, die wiederum Auswirkungen auf die Energiekosten nach sich zieht. Ein Gesellschaftsspiel bringt die Menschen auf andere Gedanken, wenigstens für einen Spieleabend, und lässt diese ein Gefühl der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit erfahren.

So bleibt uns nur noch, wie alle Jahre wieder, ein gesegnetes und vor allem friedliches Weihnachtsfest zu wünschen. Vielleicht findet sich ja das eine oder andere Brett- bzw. Kartenspiel unterm Weihnachtsbaum und schreit förmlich danach, noch am selben Abend oder während der sonst so stillen Feiertage gespielt zu werden. Auf dass Ihre Äuglein genauso glänzen wie unsere.